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CrossFit

CrossFit gilt als eher harte Sportart und trotzdem habe ich mich für diese Art von Training entschieden. In diesem Artikel schreibe ich, warum ich CrossFit trainiere und warum ich mich für ausgerechnet diese Sportart entschieden habe.

English version below, click here

Lesedauer: ca. 20 Minuten

 

Viele von uns machen die gleiche oder ähnliche Erfahrung, dass ab einem bestimmten Alter die Kilos wie von einer unsichtbaren Macht auf unsere Rippen gezaubert werden. Jedes Jahr finden wir, wenn wir uns wiegen, 1-2 Kilo mehr auf der Waage. So war es zumindest bei mir. Ich konnte sonst essen was ich wollte, soviel wie ich wollte und ich fühlte mich fit.

Doch in den letzten Jahren fingen dann die Klamotten an, immer enger zu werden und ich fühlte mich immer unfitter. Irgendwann zeigte meine Waage 74 kg an! Ich dachte, die ist kaputt! Für Euch mag das nicht viel klingen, aber ich war es gewohnt, so um die 60 kg zu wiegen. Die Treppen zum Büro wurden auch immer anstrengender.

Hinzu kamen mit der Zeit alle möglichen oder merkwürdigen, also ich kann es nicht Krankheiten nennen, aber viele verschiedene Wehwehchen, die nicht dazu beitrugen, dass ich mich wohl fühlte oder fitter fühlte.

Eine Krankheit jedoch wurde bei mir festgestellt, nämlich Endometriose.

Endometriose

Was ist das, werden einige von Euch fragen, und was hat das denn nun mit CrossFit zu tun? Darauf werde ich hier noch genauer eingehen.

Diese Krankheit ist weiter verbreitet als Diabetes, aber noch weitgehend unerforscht. Mit Sicherheit, weil es eine Frauenkrankheit ist, will ich jetzt mal behaupten. Durchschnittlich dauert es noch immer 5-7 Jahre (!) bis eine Frau die Diagnose erhält.

Viele Ärzte, aber vor allem Gynäkologen, scheinen diese Krankheit nicht zu kennen oder nicht in Erwägung zu ziehen, wenn die Patientin vor Schmerzen nicht arbeiten, geschweige denn aufstehen kann. Bei mir war es auch so. Deshalb möchte ich hier in diesem Blogartikel darauf aufmerksam machen.

Nach mehreren Jahren der Schmerzen machte ich mich bei Google auf die Suche. Ich weiß, Selbstdiagnosen mit Google zu erstellen ist keine Lösung, aber ich suchte nach einem Ansatz, denn die Ärzte nahmen mich nicht ernst.

Es brauchte tatsächlich nur eine Suche nach Symptomen und ich bekam dieses Wort „Endometriose“ das erste Mal zu lesen. (Anmerkung: Nicht einmal mein Schreibprogram „Word“ und die Rechtschreibprüfungsfunktion kennt dieses Wort, im Jahr 2021!)

Je mehr ich darüber las, desto klarer wurde mir, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit darin litt.

Ich fand einen isländischen Verein für Endometriose und den schrieb ich an, ob sie mir einen Gynäkologen nennen könnten, der sich auf diese Krankheit spezialisiert hat. Lange Rede, kurzer Sinn: ja, ich litt an Endometriose.

Nun stehen die Heilungschancen auf gleich null! Diese Krankheit ist, wie gesagt, noch weitestgehend unerforscht. Es ist noch nicht klar, wie Endometriose entsteht und warum Gebärmutterschleimhaut im Körper der betroffenen Frauen auf Wanderschaft gehen kann.

Vor allem im Bauchraum, zum Beispiel in und um den Darm, aber bei manchen betroffenen Frauen sind sogar in der Lunge oder im Hirn Endometrioseherde zu finden. Viele Frauen sind durch diese Krankheit sogar unfruchtbar. Die meisten Frauen erfahren von der Krankheit, weil sie wegen der Schmerzen darauf aufmerksam werden. Andere hingegen haben keine Schmerzen und erfahren nichts von der Krankheit, es sei denn, sie versuchen schwanger zu werden.

Es gibt unterschiedliche Therapieansätze, wie Schmerzmittel, Operationen und Hormonbehandlungen. Bei einer Operation werden die Endometrioseherde entfernt. Die Erfolgsquoten, danach dauerhaft schmerzfrei zu sein, sind sehr gering, können aber manchmal zur Schwangerschaft verhelfen. Eine Hormonbehandlung gibt es in Pillenform oder durch Einsetzen einer Hormonspirale.

Was hat das denn nun alles mit CrossFit zu tun? Die Antwort ist: eine ganze Menge!

Keiner der Ärzte, die ich getroffen habe, hat mich nämlich darauf hingewiesen, dass es eventuell möglich sein könnte, auch durch eine Umstellung der Ernährung oder/und eben durch Sport (!) die Schmerzen zu lindern. Das habe ich dann erst viel später alleine rausgefunden, wie ich hier noch berichten werde.

Finde Deinen Grund! Warum willst Du wirklich Sport machen?

Nun, wie Ihr Euch denken könnt, war der Grund warum ich Sport treiben wollte, vorwiegend nicht Endometriose, oh nein! Auch Abnehmen stand definitiv nicht im Vordergrund. Mein Grund ist ein ganz anderer:

Im Herbst 2018 bin ich mit einem guten Freund im Skaftafell-Nationalpark wandern gewesen. Die Sonne schien und trotzdem blies eine kühle herbstliche Brise. Ganz oben auf dem Berghang lag tatsächlich schon etwas Schnee, doch das hielt uns nicht davon ab, die ganze Runde und bis nach oben zu laufen. Oben angekommen hat man dann eine gigantische Aussicht auf die Ausläufer des Vatnajökull-Gletschers und den Skaftarjökull-Gletscher. Genau dort oben habe ich meinen Grund gefunden Sport zu machen! Nicht weil es so anstrengend war, da hoch zu laufen, oh nein!

Ich hatte im Frühjahr eine Tour gemacht, „Into the Glacier“, das ist ein von Menschenhand gemachter Höhlengang im Gletscher. Dort hat man uns erklärt, dass die Gletscher in Island in ca. 40 Jahren verschwunden sein werden, einfach weggetaut!

Als ich nun da oben auf dem Berg stand, wurde ich traurig und erzählte meinem Freund davon, dass diese Gletscher bald nicht mehr da sein würden.

Er jedoch schob den Gedanken beiseite und meinte, um mich aufzumuntern; „Hey Anja, das ist doch gar nicht so schlecht, dann können wir in 40 Jahren wenigstens da direkt drüber laufen!“

Und genau da haben wir uns dann zusammen entschieden, in 40 Jahren hier wieder herzukommen, um dieses Gebiet zu durchwandern! Dass ich dann schon 80 Jahre und er 90 Jahre alt sein würde, ist oder war zunächst Nebensache! Und doch ist genau diese Tatsache der Auslöser meiner Sportbegeisterung.

Mir war dann nämlich sehr schnell klar, dass wenn ich jetzt nicht bald mit Sport anfange, das mit unserem Plan nichts werden würde! Mit 79 Jahren muss ich da dann nicht anfangen fit werden zu wollen, sondern jetzt! All die kleinen Wehwehchen, die ich jetzt schon hatte, würden nur schlimmer werden mit dem Alter. Ich musste jetzt fit werden, aber vor allem fit bleiben.

Das geht nur durch regelmäßigen Sport und Bewegung, wie man ja immer wieder von allen Seiten hört und liest, aber nicht hören will. Doch welchen Sport will ich machen oder kann ich machen? Ich musste etwas finden, was mir so viel Spaß macht, dass ich dranbleibe.

Wie bin ich auf CrossFit gekommen?

Im Jahr 2011 habe ich in Akureyri schon einmal CrossFit trainiert auf Anraten einer Freundin. Damals hatte ich keinen anderen Grund als vielleicht gut aussehen zu wollen oder neben dem Joggen etwas Abwechslung rein zu bringen. Ich blieb ein halbes Jahr dran, aber verlor mich in Arbeit und Zeitdruck. Sport, und damit ich selbst, stand bei mir leider noch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste.

Ich erinnerte mich jedenfalls daran, dass mir CrossFit damals sehr viel Spaß gemacht hat. Ja, es ist eine eher anstrengende Sportart, aber hey, das Leben ist es auch! Erst recht, wenn man mit 80 Jahren so eine Wanderung unternehmen will. Also beschloss ich, es nochmal zu probieren.

Des Weiteren hört man in den Nachrichten immer wieder von unseren isländischen CrossFit-Athleten. Während ich diese Zeilen schreibe, sind gleich 4 von ihnen bei den CrossFit Games 2021 (der Weltmeisterschaft für CrossFit) vertreten: Anni Mist Thorisdottir, Katrin Tanja Davidsdottir, Thuridur Erla Helgadottir und Björgvin Karl Gudmundsson.

Direkt auf meinem Arbeitsweg hatte ein neues Fitnesscenter aufgemacht mit einer großen CrossFit-Box, genannt „CrossFit Katla“. Da meldete ich mich zum Grundkurs an.

Was ist CrossFit?

Mit eigenen Worten würde ich sagen: zuallererst einmal eine unglaublich abwechslungsreiche Sportart.

Dieser Sport ist ein Mix aus verschiedensten Sportarten, wie zum Beispiel Gymnastik, Kraftsport, Olympisches Gewichtheben, aber auch Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und sogar Schwimmen gehören dazu. Viele Übungen, die außerdem dazu gehören, kennen wir alle aus unserer Schulzeit, zum Beispiel: Kniebeugen, Klimmzüge, Seilspringen, Liegestütze, Sit-ups, um nur einige zu nennen.

CrossFit zielt darauf ab, alle Muskeln im Körper in Bewegung zu halten und auf Kraft und Ausdauer zu trainieren. Viele Feuerwehrleute und auch Polizisten trainieren CrossFit, um sich für ihre Einsätze fit zu halten. Dazu gehört außerdem auch die Beweglichkeit und Dehnbarkeit, denn für viele der Übungen ist eine gute Mobility nicht Voraussetzung, aber die Übungen werden leichter in der Ausführung.

Mit CrossFit baut man die sogenannte funktionale Fitness auf (schieben, drücken, heben), um quasi in allen Lebenslagen fit zu sein, wie zum Beispiel beim Treppensteigen, Einkäufe aus dem Wagen heben oder, wenn mal nötig, das Auto anschieben.

CrossFit wird vor allem in der Gruppe trainiert und es ist immer ein Trainer dabei, der uns die Übungen vorgibt und erklärt, aber auch während des Trainings anleitet und gegebenenfalls die Ausführung korrigiert. Das ist auch wichtig, denn wenn man z. B. die vor allem schweren Gewichte hebt, muss man die Bewegungen auch richtig ausführen, um sich nicht unnötig zu verletzen.

Das Training ist auch deshalb so abwechslungsreich, weil man frühestens am Abend vorher oder kurz vorm Training erfährt welche Übungen bzw. WOD´s wir jeweils trainieren (WOD = Workout Of the Day). So wird das Training definitiv nie langweilig. Kaum eine Übung ist gleich, oder es dauert lange, bis man dieselbe Übung mal wiederholt.

Es gibt jedoch einige Übungen, die in der ganzen Welt überall gleich ausgeführt werden, die sogenannten „Benchmark workouts“, die, wenn wie vorgegeben ausgeführt (das wird dann Rx genannt und bedeutet die Übungen werden nicht skaliert bzw. unverändert ausgeführt), dazu dienen, sich mit den Athleten in der ganzen Welt zu vergleichen, wenn man das wünscht. Auch die Hero workouts sind überall gleich. Hero workouts sind zu Ehren von Soldaten oder andere Helden zusammengestellt worden. Die Hero workouts sind oft sehr anstrengend .

Dieser Sport ist recht wettkampforientiert und es gibt Leute, die das eher stört. Ich kann damit gut umgehen, denn das ist ebenso Einstellungssache, ob man sich auf den Wettkampf einlassen will oder nicht. Ich trainiere CrossFit, um mit 80 Jahren noch den Berg hochlaufen zu können und nicht um einen Wettkampf zu gewinnen.

Weitere Informationen zu CrossFit könnt ihr hier https://www.CrossFit.com nachlesen.

Warum mag ich CrossFit persönlich so gerne?

 

Lernen

Ich trainiere seit nun 2,5 Jahren CrossFit und lerne immerzu wieder etwas Neues dazu und finde das wunderbar. Ob es die Technik ist, die es zu verbessern gilt oder ob ich mich auf einmal traue, doch einen Handstand an der Wand zu machen. Genau darin liegt für mich auch das Glücksgefühl des Sports, denn ich habe dadurch in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder ein Erfolgserlebnis.

Spiel und Spaß

Ich gehe jedes Mal mit der Einstellung ins Training, das ich „Spielen“ gehe! Das mag merkwürdig klingen. Da das Training jedoch oft so abwechslungsreich oder anspruchsvoll ist, fällt es mir viel leichter, das Training nicht zu ernst zu nehmen. Versteht mich nicht falsch, es geht nicht darum rumzulungern, sondern alles zu geben, aber eben nicht zu verbissen da ran zu gehen. Der Erfolg stellt sich ja eh nur ein, wenn man regelmäßig trainiert! Wenn ich es als „Spiel“ betrachte, dann kommt der Spaß von alleine.

Skalieren

Was mir am Anfang noch schwerfiel ist, abzuwägen z. B. wieviel Gewicht ich auflegen soll, um das Workout durchzuhalten, oder wieviel Energie ich ins Training gebe. Mir stehen da die Trainer von CrossFit Katla immer gerne zur Seite. Sie helfen mir besser einzuschätzen, wie der Verlauf des Trainings jeweils wird. Manche Übungen sehen auf den ersten Blick nämlich sehr leicht aus, können aber der vielen Wiederholungen wegen schnell sehr schwer  werden.

Aber das gefällt mir eben auch so gut an CrossFit. Ich habe immer die Möglichkeit zu skalieren, also entweder leichtere Gewichte zu nehmen oder eben die Übung etwas anders auszuführen als vorgegeben. Das bedeutet auch, dass jeder der bei CrossFit anfängt alle Übungen ausführen kann. Wenn einem zum Beispiel bei Liegestützen noch die Kraft fehlt, kann man die auch auf den Knien machen oder an der Bank. Für fast alle Übungen gibt es eine Skalierung.

Erfolge

Die ersten größeren Erfolge stellten sich bei mir ca. 4-5 Monate nach Trainingsbeginn ein. Zum Beispiel konnte ich, gefühlt, von einer Woche auf die andere statt der 8 kg Kettlebell die 12 kg ohne Probleme schwingen. Die üblichen Gewichte, die ich sonst wählte, wurden gefühlt „plötzlich“ zu leicht.

Oder ich konnte das Gummiband zum Skalieren der Klimmzüge weglassen. Oder ich traute mich, mit ein bisschen Nachhelfen meiner Trainerin, den Handstand an der Wand. Ich hatte einfach Angst, meine Arme würden abknicken, obwohl ich schon kräftiger geworden war. Als ich plötzlich den Handstand an der Wand machte, hätte ich alle umarmen wollen!

Auch wenn ich mich mit anderen nicht oder nur selten vergleiche, kann ich nämlich nicht leugnen, dass es mir schon unglaublich abgeht, wenn ich den 20-jährigen Mädels im Training mal davonlaufe! Das motiviert natürlich ungemein weiter zu machen.

Andere Erfolge lassen sich nicht im Training messen. Mir fiel nach einigen Monaten des Trainings auf, dass die Einkaufstüten viel leichter wurden. Das hatte natürlich mit dem Muskelaufbau zu tun. Zunächst habe ich nämlich nicht ein einziges Kilo abgenommen, doch mir wurde schnell klar, dass ich einiges an Körperfett nun in Muskelmasse umgearbeitet hatte.

Einer der größten Erfolge für mich persönlich ist dennoch die Tatsache, dass ich, seit ich mit dem Training angefangen habe, fast ausschließlich schmerzfrei bin. Die Endometriose, von der ich vorher so ausgiebig geschrieben habe, ist noch da, lässt mich aber sonst weitgehend in Ruhe.  Ich sage heute immer, dass CrossFit meine „Schmerztablette“ ist. Das ist mein größter Erfolg.

 

Motivation, oder die richtige Tageszeit fürs Training

Meine Motivation sind die Erfolge, aber vor allem stehen bei mir die Schmerzbefreiung und mein Langzeitziel, die Wanderung mit 80 Jahren ganz oben auf der Liste.

Ansonsten hat für mich die Motivation viel mehr mit Organisation zu tun. Mir hat es zum Beispiel unglaublich geholfen, den richtigen Zeitpunkt bzw. die richtige Tageszeit für das Training zu finden.

Ich konnte noch so motiviert sein, wenn ich aber z. B. den ganzen lieben langen Tag Zeit hatte, mir zu überlegen, warum ich heute Abend nicht zum Sport gehen kann, weil mir z. B. der linke kleine Zeh etwas weh tut, dann wird das nix.

So fand ich heraus, dass es besser für mich ist, das Training auf den Morgen zu verlegen.

Das bedeutet dann aber auch, dass ich mich abends schon vorbereiten muss, sprich Tasche packen, Sportsachen rauslegen und Frühstück vorbereiten für nach dem Training.

Glaubt mir, ich habe auch meine Phasen wo ich ungerne aus dem Bett komme. Wenn ich dann morgens drüber nachdenke, fände ich es total peinlich und lächerlich, die Sporttasche wieder auszupacken, nur weil ich keine Lust habe. Also stehe ich auf und geh zum Training, eben auch weil ich weiß, dass es mir danach besser gehen wird! Ich habe außerdem einfach zu wenig Zeit vom Wecker klingeln bis zum „aus der Haustür treten“ um mir Ausreden einfallen zu lassen. Ich trickse mich also ein wenig selber aus.

Community

Ein weiterer Aspekt ist die Community. Auf der ganzen Welt gibt es mittlerweile CrossFit-Boxen und wenn ich verreise, schaue ich oft, ob eine Box in der Nähe ist, damit ich auch im Urlaub oder auf anderen Reisen trainieren kann.

Egal wo ich bisher trainiert habe, immer wurde ich sofort in der Gruppe mitaufgenommen.

Auch wenn Außenstehende zu uns in die Box kommen (als Drop-in) schauen wir, dass diejenige oder derjenige sich bei uns wohlfühlt.

Ich habe mittlerweile viele Freundschaften durch CrossFit geschlossen und freu mich immer meine Mitstreiter*innen wieder zu sehen. Fehlt mal jemand, wird nachgefragt!

In unserer Box ist es üblich, dass wenn jemand Geburtstag hat, die Gruppe zusammen Geburtstagsburpees macht. 1 Burpee pro Lebensjahr.

In diesem Jahr war ich tatsächlich mal an meinem Geburtstag in der Box und nach dem allgemeinen Training machten alle mit – 46 Burpees auf Zeit! Wer nicht weiß was Burpees sind, kann sich das hier mal kurz auf YouTube anschauen und vielleicht mal ausprobieren https://www.youtube.com/watch?v=auBLPXO8Fww.

Falsche Motivation, oder wie ich 12 kg leichter geworden bin

Wie ich vorher schon berichtet hatte, habe ich jedes Jahr zugelegt. Je weniger ich mich bewegte, desto mehr Wehwehchen kamen dazu. Als ich mit dem Sport angefangen habe, habe ich zunächst kein einziges Kilo abgenommen. Hätte ich das Abnehmen als Motivation in den Vordergrund gestellt, hätte ich zu 100% das Training keine 3 Monate durchgehalten. Ich hatte jedoch mein Langzeitziel vor Augen, nur das hat mich aus dem Bett geholt. Mir war klar, dass der Schlüssel zum wohl oder wenigsten wohler fühlen in der Bewegung liegt. Doch nur durch Sport alleine wird das nix. Da gehören eher zwei Eckpfeiler dazu.

In der Vergangenheit habe ich immer und immer wieder mit Sport angefangen, z. B.: Joggen, Kraftsport im Fitnesscenter. Doch ich gab oft schon nach nur 3 Wochen auf, weil ich mich so schlapp fühlte und schnell keine Lust mehr hatte.

Als ich nun mein Langzeitziel verfolgte war mir klar, dass ich den anderen Pfeiler zu Gesundheit nicht ignorieren kann, nämlich das Essen. Wenn ich früher (falsch-) motiviert war, wollte ich immer alles auf einmal machen, viel Sport und definitiv auch weniger Essen, um auch gleich noch schnell abzunehmen. Damals war das die Kombination, die uns in den Medien immer eingetrichtert wurde.

Irgendwie, vielleicht aus Instinkt, war mir nun klar, da stimmt was nicht und ich habe mich deshalb beim Start des Trainings mit einem Ernährungsberater zusammengesetzt. Der hat mich erstmal ausgeschimpft, weil ich zu wenig gegessen habe!

Logisch, wer viel trainiert, um kräftig und gesund zu bleiben oder zu werden, muss dem Körper auch Nährstoffe zuführen. Erst wenn die Muskeln aufgebaut sind, dann kann man vorsichtig an der Menge des Essens schrauben.

Das dauerte bei mir aber fast über ein Jahr, bis ich mich da ran traute. Bis dahin fokussierte ich mich dann eher auf die Zusammensetzung des Essens, sprich so wenig wie möglich Verarbeitetes und fast immer selbst frisch Zubereitetes. Aber auch die Proteinmenge musste ich im Blick behalten. Ich erwähne das hier ganz gezielt für uns Frauen, denn wir glauben immer, wir müssten nicht so viel Protein essen, doch auch wir brauchen Muskeln und Muskeln brauchen Protein. Außerdem ist Protein ein Sattmacher.

Aber ja, nach ca. 1 Jahr war ich bereit. Ich fühlte mich fit und kräftiger, aber etwas zu schwer. Ich wusste, dass wenn ich ein paar Kilos leichter werden würde, dass Training auch nochmal leichter sein würde. Ich wusste, ich esse irgendwie zu viel, aber wieviel ist denn die richtige Menge für mich, um abzunehmen? Wieviel sollte ich mir auffüllen, um LANGSAM abzunehmen? Ich wollte es auf keinen Fall übertreiben, denn sonst lief ich Gefahr das Training nicht durchzuhalten.

Also fand ich eine Kalorien-App „MyFitnessPal“  (https://www.myfitnesspal.com ). Ich hatte absolut und überhaupt gar keine Lust zum Kalorien zählen! Alles abwiegen und eingeben und überwachen, schon gar nicht für längere Zeit. Irgendwie musste ich aber rausfinden: Wieviel ist denn die Menge, die ich essen darf, um gesund abzunehmen. Also musste ich erstmal wissen, welche Menge ich denn derzeit überhaupt esse, um dann abwägen zu können, wieviel ich wo weglassen muss.

Da ich allgemein gesund esse (keine Fertiggerichte, keine Cola oder andere Süßgetränke und Naschereien) war mir nämlich nicht klar, was oder wo ich zu viel esse. Nach ca. 1,5 Wochen des Abwiegens und Eingebens in die App konnte ich dann sehen, dass ich viel zu viele Nüsse als Zwischenmahlzeit aß. Außerdem waren die 150 ml pure Sahne im Kaffee definitiv zu viel und ich packte mir ein bisschen zu viel auf den Teller.

Also ließ ich die Sahne im Kaffee weg, nahm mir nur eine Handvoll Nüsse als Zwischenmahlzeit mit auf Arbeit und war achtsamer darauf, wieviel ich mir auf den Teller legte. Ohne Kalorien zählen!

Bingo! Nach dieser kleinen Justierung purzelten bei mir die Kilos. Alle 1-2 Wochen war es 1 Kilo weniger. Im Frühsommer war ich dann um 12 kg leichter. Ich achte heute noch darauf, wieviel ich auf den Teller packe, aber das geht so automatisch, dass ich darüber nicht mehr nachdenken muss und mein Gewicht halte ich seitdem fest bei 62 kg.

Zu all dem surfte ich viel im Internet und stieß per Zufall über YouTube auf Patrick Heizmann! Ich fand die Art, wie er auf YouTube das Thema „Gesundheit und Abnehmen“ vermittelt, unglaublich sympathisch und entschied mich außerdem sein Programm „Leichter als Du denkst“ mitzumachen (https://leichteralsdudenkst.de).

Das Wissen, das er dort vermittelt, kann ich hier nicht wiedergeben, aber ich habe und lerne von ihm immer noch so viel und ich habe so viel verstanden über meine eigene Gesundheit und die Zusammenhänge der Ernährung. Ich kann jedem nur empfehlen mindestens mal auf YouTube reinzuschauen, selbst wenn Du nicht abnehmen willst!

Muskeln

Mir wurde vor ein paar Tagen gesagt, dass die, die CrossFit trainieren, muskelfanatisch sind. Es schwingt in dem Satz ein kleiner, ja ich will es mal „Vorwurf“ nennen, mit, Muskeln aufzubauen, um nur besser auszusehen. Doch dem kann ich aus meiner Sicht getrost widersprechen.

Ich bin auch in meine Muskeln verliebt, war ja auch harte Arbeit die aufzubauen, jedoch ist mir klar, ohne Muskeln geht nix, frei nach dem Motto „Use it or lose it“ (nutze sie oder verliere sie).

Hier kommt wieder mein Grund fürs Training ins Spiel. Ich möchte noch mit 80 Jahren fit sein. Je weniger wir unsere Muskeln jedoch benutzen, desto schneller baut der Körper diese im Alter ab und umso gebrechlicher werden wir im Alter.

Muskelquerschnitt
from Wroblewski et al., Phys Sportsmed. 2011 Sep;39(3):172-8. doi: 10.3810/psm.2011.09.1933

Neueste Studien zeigen, dass die, die ihre Muskeln bis ins hohe Alter nutzen, eben auch weniger auf Hilfe angewiesen sein werden. Nicht umsonst gibt es seit diesem Jahr bei den CrossFit Games (die Weltmeisterschaft für CrossFit) zwei neue Altersgruppen 60-64 Jahre und 65+ Jahre. Dieses Jahr ist das erste Jahr, dass mehr Athleten in der „Master Division“ teilnehmen als bei den „Individuals“.

Vor einigen Monaten habe ich außerdem ein Interview mit einer Chiropraktikerin gehört (ich habe ihren Namen leider vergessen). Sie hat erzählt, wenn Patienten bei ihr in die Praxis kommen, guckt sie zuerst auf den Hintern! Nicht aus ethischen Gründen, sondern am Hintern kann man schnell sehen ob der oder die Patient*in noch Muskeln hat. Ihre Erfahrung zeigt: flacher Hintern = schwache Muskeln = Probleme!

Das gilt auch für uns Frauen. Viele von uns Frauen haben Angst wie ein Bodybuilder auszusehen, wenn wir unsere Muskeln trainieren. Doch von solchen Muskeln rede ich hier nicht. Um so auszusehen wie ein Bodybuilder, muss man viel härter trainieren und viele Jahre und mit so vielen Extremen leben, das hält man eh nicht lange durch und ist auch gar nicht gesund. Nein, ich spreche von leichtem Muskeltraining. Es müssen nicht 100 kg sein, die wir stemmen müssen, um die Muskeln zu erhalten! Ich sehe trotz des Muskeltrainings durch CrossFit nicht aus wie ein „Muskelprotz“ beim Wettkampf.

Schlusswort

Wer CrossFit trainieren möchte, dem kann ich nur dringend raten, sich beim Training nur bzw. ausschließlich mit sich selbst zu vergleichen und mit niemand anderem! Am Ende zählen nämlich sowieso nur die persönlichen Erfolge und nur die machen uns wirklich glücklich.

Such Dir Dein Ziel, warum trainierst Du wirklich? Das wird dir helfen Dich langfristig zu motivieren. Im Alter fit zu sein und selbstständig zu bleiben, sollte für alle Menschen Motivation genug sein. Aber Das ist individuell jedoch verschieden.

Achte auf Deine Ernährung, denn ohne Nährstoffe macht der Körper jegliches Training nicht lange mit! Dein Auto fährt auch nicht ohne Benzin und Öl.

Ich würde mich freuen, wenn dieser Text Dich motiviert mit dem Sport anzufangen oder weiter zu machen. Wie gesagt, es muss nicht unbedingt CrossFit sein, Bewegung und Ernährung sind die Grundpfeiler für ein Gesundes Leben.

Links

CrossFit

https://www.CrossFit.com

Burpee

https://www.youtube.com/watch?v=auBLPXO8Fww

Myfitnesspal

https://www.myfitnesspal.com

Patrick Heizmann

https://patric-heizmann.de

https://leichteralsdudenkst.de

CrossFit

CrossFit

CrossFit is considered a rather tough sport and yet I decided to do this type of training. In this article I write why I train CrossFit and why I chose this sport of all others.

Reading time: approx. 20 minutes

Many of us have the same or a similar experience that from a certain age the pounds are conjured onto our ribs by an invisible force. Every year, when we weigh ourselves, we find 1-2 kilos more on the scales. It was like that at least for me. Usually I could eat what I wanted, and as much as I wanted, and I felt fit.

But in the last few years the clothes started to get tighter and I always felt not fit at all. At some point my scale showed 74 kg! I thought the scale was broken! That may not sound like much to you, but I was used to weighing around 60 kg. The stairs to the office also became more and more strenuous.

In addition, there were all kinds of, I can’t call them illnesses, but many different ailments that didn’t make me feel good or feel fitter.

However, I was diagnosed with one disease, namely endometriosis.

Endometriosis

What is it, some of you will ask, and what does that have to do with CrossFit? I’ll go into that in more detail here.

This disease is more common than diabetes but remains largely unexplored. Certainly, because it is a woman’s disease, I would say. On average, it still takes 5-7 years (!) For a woman to receive the diagnosis.

Many doctors, but especially gynecologists, seem not to be aware of or considering this disease if the patient is in pain and unable to work, or can stand up at all. It was the same with me. Therefore, I would like to draw your attention to it here in this blog article.

After several years of pain, I did a search on Google. I know doing self-diagnoses with Google is not a solution, but I looked for an approach because the doctors didn’t take me seriously.

In fact, all it took was a symptom search and it was the first time that I saw the word “endometriosis”. (Note: not even my writing program “Word” and the spell check function know this word, in the year 2021!)

The more I read about it, the more I realized that I was most likely suffering from it.

I found an Icelandic Endometriosis Association and I wrote to them if they could name a gynecologist who specializes in this disease. Long story short: yes, I suffered from endometriosis.

Now the chances of recovery are zero! As I said, this disease is still largely unexplored. It is not yet clear how endometriosis develops and why the lining of the uterus can migrate in the body of affected women.

Mainly in the abdomen, for example in and around the intestines, but in some affected women endometrial foci can even be found in the lungs or even in the brain. Many women are even sterile as a result of this disease. Most women find out about the disease because they become aware of it from the pain. Others, on the other hand, are in no pain or do not know about the disease unless they are trying to conceive.

There are different therapeutic approaches, such as pain relievers, surgery and hormone treatments. The endometrial foci are removed during an operation. The success rates of being permanently pain-free afterwards are very low, but can sometimes lead to pregnancy. Hormone treatment is available in pill form or by inserting a hormone IUD.

What does all of this have to do with CrossFit? The answer is: a lot!

None of the doctors I met pointed out to me that it might be possible to alleviate the pain through a change in diet and / or through exercise (!). I only found out much later on my own, as I will report here.

Find your reason! Why do you really want to do sports?

Well, as you can imagine, the reason I wanted to exercise was mostly not endometriosis, oh no! Losing weight was definitely not in the foreground either. My reason is completely different:

In autumn 2018 I went hiking with a good friend in Skaftafell National Park. The sun was shining and yet a cool autumn breeze was blowing. There was actually some snow at the top of the mountain slope, but that didn’t stop us from walking the whole loop and up to the top. Once at the top you have a gigantic view of the foothills of the Vatnajökull glacier and the Skaftarjökull glacier. Right up there, I found my reason to do sports! Not because it was so exhausting to walk up there, oh no!

I had done a tour in the spring, “Into the Glacier”, which is a man-made cave passage in the glacier. There we were told that the glaciers in Iceland will be gone in about 40 years, simply thawed away!

As I stood up there on the mountain, I became sad and told my friend that these glaciers would soon no longer be there.

However, he pushed the thought aside and said to cheer me up; “Hey Anja, that’s not so bad, then in 40 years we can at least walk over there!”

And that’s exactly where we decided together to come back here in 40 years to hike through this area! That I would be 80 years old and he would be 90 years old is or was initially a minor matter! And yet it is precisely this fact that triggers my enthusiasm for sports.

It quickly became clear to me that if I didn’t start exercising soon, our plan wouldn’t work! At 79, I don’t have to start wanting to get fit, but now! All the little ailments I had now would only get worse with age. I had to get fit now, but above all stay fit.

This is only possible through regular sport and exercise, as we hear and read again and again from all sides, but don’t want to hear. But which sport do I want to do or can I do? I had to find something that I enjoyed so much that I would stick with it.

How did I come across CrossFit?

In 2011 I already trained CrossFit in Akureyri on the advice of a friend. At that time, I had no other reason than maybe to look good or to bring in a little variety besides jogging. I stayed with it for half a year, but lost myself in work and time pressure. Sport, and therefore myself, was unfortunately not at the top of my list of priorities.

In any case, I remembered that I had a lot of fun with CrossFit back then. Yes, it’s a tough sport, but hey, life is too! Especially if you want to go on a hike like this at the age of 80. So, I decided to try again.

Furthermore, you hear again and again in the news about our Icelandic CrossFit athletes. As I write these lines, 4 of them are represented at the CrossFit Games 2021 (the World Championship for CrossFit): Anni Mist Thorisdottir, Katrin Tanja Davidsdottir, Thuridur Erla Helgadottir and Björgvin Karl Gudmundsson.

A new fitness center with a large CrossFit box called “CrossFit Katla” opened on my way to work. There I registered for the basic course.

What is CrossFit?

In my own words, I would say: first and foremost, an incredibly varied sport.

This sport is a mix of different sports, such as gymnastics, weight training, Olympic weightlifting, but also endurance sports such as running, cycling and even swimming is part of it. We all know many of the exercises from our school days, for example: squats, pull-ups, jumping rope, push-ups, sit-ups, to name just a few.

CrossFit aims to keep all muscles in the body moving and to train for strength and endurance. Many firefighters and police officers train CrossFit to keep themselves fit for their missions. This also includes mobility and elasticity, because good mobility is not a prerequisite for many of the exercises, but the exercises become easier to perform.

With CrossFit you build up what is known as functional fitness (push, pull, lift) in order to be fit in virtually all situations, such as climbing stairs, heave shopping’s in and out the car or, if necessary, pushing the car.

CrossFit is mainly trained in a group and there is always a trainer with us who gives and explains the exercises to us, but also guides us during the training and corrects the execution if necessary. This is also important, because if you mainly lift heavy weights, you have to perform the movements correctly so as not to injure yourself unnecessarily.

The training is also so varied because you will not know which exercises or WODs we will perform (WOD = Workout Of the Day) at the earliest the evening before or shortly before the training. Training will definitely never be boring. Hardly any exercise is the same or it takes a long time to repeat the same exercise.

However, there are some exercises that are carried out the same way all over the world, the so called “benchmark workouts”, which, if carried out as specified (this is then called Rx and means the exercises are not scaled or carried out unchanged), are used for this purpose to compare yourself to athletes all over the world, if you so desire. The hero workouts are also the same everywhere. Hero workouts have been put together in honor of soldiers or other heroes. The hero workouts are often very exhausting .

This sport is quite competitive and there are people who tend to be bothered by it. I can handle it well, because it’s also a matter of attitude, whether you want to get involved in the competition or not. I train CrossFit so that I can still run up the mountain at the age of 80 and not to win a competition.

You can read more information about CrossFit here https://www.CrossFit.com.

Why do I like CrossFit so much personally?

1. Learning

I’ve been training CrossFit for 2.5 years now and I’m always learning something new and I think that’s wonderful. Whether it’s the technique that needs to be improved or whether I suddenly dare to do a handstand on the wall. This is exactly where the feeling of happiness in sport lies for me, because it gives me a sense of achievement every now and then at irregular intervals.

2. Games and fun

Every time I go to training with the attitude that I go “playing”! That may sound strange. However, since the training is often so varied or demanding, it is much easier for me not to take the training too seriously. Don’t get me wrong, it’s not about lounging around, but giving it all!  At the same time, I do not want to being too dogged about it. Success can only be achieved if you train regularly! If I see it as a “game” then the fun comes by itself.

3. Scaling

What was still difficult for me at the beginning is the weight e.g., how much weight I should put on to keep up the workout, or how much energy I put into training. The trainers from CrossFit Katla are always happy to assist me. They help me better assess how the training will go. Some exercises look very easy at first glance, but because of the many repetitions they can quickly become very difficult.

But that’s what I like so much about CrossFit. I always have the option to scale, either to take lighter weights or to do the exercise a little differently than given. This also means that everyone who starts at CrossFit can do all exercises. For example, if you don’t have the strength to do a push-up, you can do it on your knees or on the bench. There is a scale for almost all exercises.

4. Achievements

The first major successes came about 4-5 months after the start of training. For example, instead of the 8 kg kettlebell, I was able to swing the 12 kg without any problems from one week to the next. The usual weights that I used to choose “suddenly” felt lighter.

Or I could leave out the elastic for scaling the pull-ups. Or, with a little help from my trainer, I dared do the handstand on the wall. I was just afraid my arms would snap, even though I was stronger already at that time. When I suddenly did the handstand on the wall, I wanted to hug everyone!

Even if I don’t or only rarely compare myself with others, I can’t deny that I get unbelievable happy when I´m ahead of the younger girls training with me! Of course, that is a huge motivation to keep going.

Other successes cannot be measured in training. After a few months of training, I noticed that the shopping bags were getting a lot lighter. That had to do with building muscle, of course. At first, I didn’t lose a single kilo, but I quickly realized that I had now converted some of my body fat into muscle mass.

One of the greatest successes for me personally, however, is the fact that I have been almost exclusively pain-free since I started training. The endometriosis, about which I wrote so extensively before, is still there, but otherwise largely leaves me alone. I always say today that CrossFit is my “pain pill”. This is my greatest achievement.

5. Motivation, or the right time of day to exercise

Success is my motivation, but above all, pain relief and my long-term goal, hiking at the age of 80, are at the top of my list.

Otherwise, for me, motivation has a lot more to do with organization. For example, it was incredibly helpful for me to find the right time or the right time of day for training.

I could still be very motivated, but when I had all day long to think about why I can’t go to training in the evening, because e.g., my left little toe hurts a bit, then it won’t work.

So, I found out that it would be better for me to postpone my training to the mornings.

But that also means that I have to prepare myself in the evening, i.e. pack my bags, put out sports gear and prepare breakfast for after training.

Believe me, I also have phases where I don’t like getting out of bed. When I think about it in the morning, I would find it totally embarrassing and ridiculous to unpack the gym bag again just because I don’t feel like it. So, I get up and go to training, also because I know that I’ll be feeling better afterwards! I also just don’t have enough time from the alarm clock ringing to “stepping out the front door” to come up with excuses. So instead, I’m tricking myself a little bit.

6. Community

Another aspect is the community. There are now CrossFit boxes all over the world and when I travel, I often check to see if there is a box nearby so that I can train on vacation or other trips.

No matter where I have trained so far, I was always immediately included in the group.

Even if outsiders come to us in the box (as a drop-in), we make sure that the person feels comfortable with us.

I have now made many friends through CrossFit and I am always happy to see my training partners again. If someone is not showing up, we want to know why!

In our box it is common that when someone has a birthday the group makes birthday burpees together, 1 burpee per year of life.

This year I actually went to the box on my birthday and after the general training everyone took part – 46 burpees on time! If you don’t know what burpees are, you can take a quick look at them here on YouTube and maybe try them out: https://www.youtube.com/watch?v=auBLPXO8Fww.

Wrong motivation, or how I got 12 kg lighter

As I reported earlier, I’ve gained weight every year. The less I moved, the more ailments came along. When I started doing sports, I didn’t lose a single kilo at first. If I had put losing weight in the foreground as a motivation, I would have 100% not been able to keep the training for 3 months. However, I had my long-term goal in mind, and that was the only thing that got me out of bed. It was clear to me that the key to feeling good or at least feeling good lies in movement. But sport alone doesn’t make it any better. Rather, there are two cornerstones.

In the past I have started exercising over and over again, e.g.: jogging, weight training in the fitness center, but I often gave up after only after 3 weeks because I felt so weak and quickly got tired of it.

As I was pursuing my long-term goal, it was clear to me that I couldn’t ignore the other pillar of health, namely food. When I was (wrong) motivated earlier, I always wanted to do everything at once, a lot of sport and definitely less food, in order to lose weight quickly. Back then, that was the combination that the media always drummed into us.

Somehow, perhaps out of instinct, it was clear to me now that something was wrong and that is why I sat down with a nutritionist when I started the training. At first, he scolded me for eating too little!

Logically, if you train a lot in order to stay or become strong and healthy, you also have to supply the body with nutrients. Only when the muscles are built you can carefully adjust the amount of food.

But it took me almost a year before I dared to do it. Until then, I focused more on the composition of the food, i.e. as little processed as possible and almost always freshly prepared myself. But I also had to keep an eye on the amount of protein. I’m mentioning this specifically for us women, because we always think we don’t need to eat so much protein, but we also need muscles and muscles need protein. Protein is also a filler and keeps you longer full.

But yes, after about 1 year I was ready. I felt fit and stronger, but a little too heavy. I knew that if I got a few pounds lighter, training would be lighter too. I knew I was still kind of eating too much to lose weight, but what is the right amount of food for me to lose weight? How much should I eat to SLOWLY lose weight? I didn’t want to overdo it, otherwise I was in danger of not being able to keep up with the training.

So, I found a calorie app “MyFitnessPal” (https://www.myfitnesspal.com). I had absolutely no desire to count calories! Weigh and enter and monitor everything, especially not for a long period of time. But somehow, I had to find out: How much is the amount that I can eat in order to lose weight in a healthy way. So, I first had to know what amount I was actually eating at the moment in order to be able to weigh up how much I had to leave out.

Since I generally eat healthily (no fast food, no cola or other sweet drinks and sweets) I was not sure what or where I was eating too much. After about 1.5 weeks of weighing and entering into the app, I could see that I was eating far too many nuts as a snack. In addition, the 150 ml of pure cream in the coffee was definitely too much and I put a little too much on my plate.

So, I left out the cream in the coffee, only took a handful of nuts with me to work as a snack and was more careful about how much I put on my plate. Count without calories!

Bingo! After this small adjustment, my pounds dropped. Every 1-2 weeks it was 1 kilo less. In early summer I was 12 kg lighter. Today I still pay attention to how much I put on the plate, but it works so automatically that I don’t have to think about it anymore and I’ve kept my weight at 62 kg since then.

In addition to all of this, I surfed the Internet a lot and by chance came across Patrick Heizmann on YouTube! I found the way in which he conveys the topic of “health and weight loss” on YouTube incredibly sympathetic. I also decided to take part in his program “Lighter than you think” (https://leichteralsdudenkst.de).

I cannot reproduce the knowledge that he imparted there, but I have and still learn so much from him and I have understood so much about my own health and the interrelationships of nutrition. I can only recommend everyone to take a look at YouTube at least once, even if you don’t want to lose weight!

Muscles

I was told a few days ago that those who do CrossFit are muscle fanatic. There is a little, yes, I want to call it “reproach” in the sentence, to build muscles just to look better. But from my point of view I can confidently contradict that.

I’m also in love with my muscles, it was hard work to build them up, but I realize that nothing works without muscles, according to the motto “Use it or lose it”.

This is where my reason for training comes in again. I still want to be fit at the age of 80. However, the less we use our muscles, the faster the body breaks them down in old age and the frailer we become in old age.

The latest studies show that those who use their muscles into old age will also be less dependent on help. It is not for nothing that the CrossFit Games (the world championship for CrossFit) have two new age groups, 60-64 years and 65+ years, since this year. This year is the first year that more athletes take part in the “Master Division” than in the “Individuals”.

I also heard an interview with a chiropractor a few months ago (unfortunately I forgot her name). She said that when patients come to her practice, she looks at the butt first! Not for ethical reasons, but on the buttocks, you can quickly see whether the patient still has muscles. Her experience shows: flat buttocks = weak muscles = problems!

This also applies to us women. Many of us women are afraid of looking like a bodybuilder when we exercise our muscles. But I’m not talking about such muscles here. In order to look like a bodybuilder, you have to train much harder and for many years and with so many extremes, you don’t last long and you are not healthy at all. No, I’m talking about light muscle training. It doesn’t have to be 100 kg that we have to lift to keep the muscles! Despite the muscle training through CrossFit, I don’t look like a “muscleman” at a competition.

Closing word

If you want to train CrossFit, I can only strongly advise you to compare yourself only or exclusively with yourself and not with anyone else! In the end, only personal success counts anyway and only that makes us really happy.

Find your goal, why do you really train? This will help keep you motivated in the long term. To be fit in old age and to remain independent should be motivation enough for everyone. But that is individually different.

Pay attention to your diet, because without nutrients, the body will not be able to take part in any training for long! Your car won’t drive without petrol and oil either.

I would be happy if this text motivates you to start or continue with your sport. As I said, it doesn’t necessarily have to be CrossFit, exercise and nutrition are the cornerstones of a healthy life.

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